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Berichterstattung über Kiezblocks in Lichtenberg
Presse über Kiezblocks in Lichtenberg
- Mai 2025, Berliner Kurier
Poller-Frust kocht hoch! 4000 wütende Anwohner protestieren.
„Anwohner und Gewerbetreibende regen sich über die Anti-Auto-Politik im Kiez auf. Es geht um Verdrängung und zu wenig Bürgerbeteiligung.
Der Widerstand gegen die Verpollerung der Berliner Kieze wächst – und wie! Mehr als 4000 Menschen haben unterschrieben, weil sie genug haben von einer Verkehrspolitik, die aus ihrer Sicht an der Lebensrealität vieler Menschen vorbeigeht. Am 26. Mai überreichte der Verein Verkehrsberuhigung mit Augenmaß die letzten Unterschriften ans Bezirksamt Berlin-Lichtenberg. Der Ton ist versöhnlich, aber deutlich. Und die Botschaft? Unüberhörbar.
Viele Lichtenberger haben die Nase voll von einer Anti-Auto-Politik.“
- Mai 2025, Berliner Morgenpost
Mit Unterschriften gegen den Poller: Initiative zieht Bilanz.
„Wie die Initiative der Berliner Morgenpost mitteilte, wurden im Rathaus schätzungsweise über 4000 Unterschriften abgegeben.
Janette Menzel vom Verein „Verkehrsberuhigung mit Augenmaß“ zieht dennoch eine positive Bilanz. „Wir haben für unsere Aktion viel Zuspruch erhalten und vor allem Menschen erreicht, die zuvor mit dem Einwohnerantrag nicht erreicht wurden.“ Ursprünglich war der Poller in der Stadthausstraße durch einen Einwohnerantrag in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossen worden. Dafür hatte der Verein Changing Cities über 1000 Unterschriften im Bezirk gesammelt.“
- März 2025, Berliner Zeitung
Aufstand im Kiez: In Berlin kann es mit der Pollerpolitik so nicht weitergehen!
„Berlins Poller-Trend verschärft die Kluft zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen. (…)
In der Politik gilt: Bekommt ein Antrag genauso viele Ja- wie Nein-Stimmen, gilt er als nicht beschlossen. Dem zugrunde liegt das ungeschriebene Gesetz: Wer den Status quo verändern möchte, braucht mehr Menschen und bessere Argumente auf seiner Seite, als wer ihn erhalten will. Warum? Weil der Status quo etwas über die Zeit Gewachsenes ist, etwas, das sich bewähren konnte, ein kleinster gemeinsamer Nenner, auf den sich eine bestimmte Gruppe geeinigt hat.
Ein weiteres ungeschriebenes Gesetz ist: Möchte ich zu einem bestehenden System gehören, ist es meine Aufgabe, mich in dieses einzufügen, und nicht Aufgabe des Systems, sich meinem Wunschkonzept anzupassen.“
- März 2025, Berliner Morgenpost
Kulturkampf um einen Poller. Wie konnte es so weit kommen?
„Janette Menzel: „Der Einwohnerantrag ist ein demokratisches Mittel, das stellen wir nicht infrage. Aber dieser fußt letztlich auf 1041 gültigen Lichtenberger Unterschriften, die für den gesamten Kiez sprechen. Die Stimmungslage ist aber wesentlich differenzierter. Viele Menschen im Kiez fühlen sich übergangen. Es gab keine Möglichkeit, sich dagegen auszusprechen. Das war auch ein Grund, warum die Stimmung so hochgekocht ist.““
„Das Beispiel aus dem Kaskelkiez zeigt leider, dass das nicht der Fall ist. Der Poller steht genau da, wo eine Firma für Motorgeräte ihre Einfahrt hat. Durch den Poller können dort die Lieferanten und Kunden mit Ihren LKW und Transportern nicht mehr wenden. Das Unternehmen kann seine eigene Einfahrt quasi nicht mehr nutzen. Das zeigt, dass die Konzepte teilweise nicht zu Ende gedacht sind.“
- Januar 2025, Berliner Kurier
Berliner Senat gibt zu: Poller-Wahnsinn behindert Feuerwehr in Lichtenberg
- Januar 2025, Berliner Zeitung
Poller verzögern Feuerwehreinsatz. Was Neujahr in Lichtenberg geschah.
„Hat ein Poller in der Neujahrsnacht einen Feuerwehreinsatz verzögert? Eine Initiative aus Lichtenberg stellte ein Video ins Netz, das Fahrzeuge der Feuerwehr und der Polizei“ beim Rückwärtsfahren zeigen soll. Der rot-weiße Pfosten, der in der Stadthausstraße in der Victoriastadt die Durchfahrt versperrt, habe den Einsatzkräften am 1. Januar im Weg gestanden. Doch weder die Feuerwehr noch die Polizei konnten die gestrandeten Fahrzeuge einem konkreten Einsatz zuordnen. Schon stand der Vorwurf der Falschdarstellung im Raum – was die Initiative erboste. Jetzt ist das Rätselraten zu Ende. (…)
Auf Anfrage der Pressestelle teilte die Feuerwehr am 10. Januar mit: „Der Sachverhalt konnte nach intensiver Recherche vollständig aufgeklärt werden.“ Silvester könne es vorkommen, dass Einsatzfahrzeuge fernab ihres regulären Gebiets eingesetzt werden. „In diesem Fall seien es Einsatzkräfte einer Feuerwache außerhalb des Bezirks gewesen, welche in einem ihnen unbekannten Ausrückebereich zum Einsatz kamen“, zitierte das Bezirksamt. (…)
In diesem Fall war der Modalfilter (Sperren, die nur bestimmte Verkehrsarten durchlassen) nicht in den Navi-Karten hinterlegt und dem Einsatzführer unbekannt. „Folglich fuhren die Einsatzkräfte auf die Sperre auf“, so die Feuerwehr. „Die Führungskraft hat sich unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und des zeitlichen Vorteils gegen ein Umlegen des Pollers und für eine Ausweichroute entschieden“.“
- Januar 2025, Tagesspiegel
Streit um Verkehrsberuhigung in Berlin-Lichtenberg: Poller soll Feuerwehr behindert haben – oder doch nicht?
- Januar 2025, Berliner Kurier
Verkehrszoff in Lichtenberg: Wegen Pollern: So oft mussten Polizei und Feuerwehr schon rückwärtsfahren
- Januar 2025, Tagesspiegel
Kiezgespräch: Hat der umstrittene Poller im Kaskelkiez einen Feuerwehr-Einsatz verhindert?
- Januar 2025, Berliner Kurier
Verkehrswahnsinn: Feuerwehr und Polizei müssen wegen Poller rückwärtsfahren!
- Januar 2025, Stimme der Hauptstadt
Lichtenberg: Rettungskräfte vom Poller aufgehalten
- Dezember 2024, Berliner Woche
Polly hat Geburtstag: Verein will „Verkehrsberuhigung mit Augenmaß“
- Dezember 2024, Berliner Zeitung
Immer mehr Streit um Poller in Berlin: Warum Anwohner „Polly“ ein baldiges Ende wünschen.
„„Es ist komplett irre“: Neue Debatten flammen auf. Kiezblock-Initiativen setzen Verkehrsberuhigung durch, andere Bürger befürchten gravierende Folgen. (…)
Seit dem 19. Dezember 2023 versperrt der Poller Autos und Lkw in der Stadthausstraße den Weg. Doch der Verkehr in diesem Teil Lichtenbergs wurde „nicht nur beruhigt, sondern komplett lahm gelegt“, so die Initiative Verkehrsberuhigung mit Augenmaß. Seitdem kämpfe die Mehrheit der Gewerbetreibenden in dem Gebiet um ihre Existenz, weil Kunden von außerhalb des Kiezes ausbleiben, kritisieren die Kiezblock-Gegner.
„Auf das Auto angewiesene Einwohner, Lieferanten und Rettungskräfte müssen erhebliche Umwege und zusätzliche Fahrtzeiten in Kauf nehmen. Erfahren haben viele von dem Vorhaben erst, nachdem der Poller aufgestellt wurde“, hieß es am Wochenende.“
- Dezember 2024, Berliner Woche
Viele Poller, wenig Parkplätze. Verein hat Bürgerbegehren initiiert und sammelt jetzt Unterschriften.
„Ein Beispiel, das seit einem Jahr für Ärger sorgt, ist der Poller in der Stadthausstraße im Kaskelkiez, der die Durchfahrt unter der S-Bahnbrücke für Pkw versperrt. Geht es nach dem Verein, soll er verschwinden.
Eine weitere Forderung: Für jeden wegfallenden Parkplatz, etwa in den Kiezblocks, soll Ersatz geschaffen werden. Die Mobilitätswende mache vielen Menschen das Leben schwer, heißt es vonseiten der Initiative.“
- November 2024, Berliner Zeitung
Neuer Dachverband gegen Poller: In Berlin formiert sich immer mehr Widerstand.
„Sperrpfosten sollen Durchgangsverkehr verhindern. Doch Anwohner legen Widerspruch ein, Klagen drohen. Lichtenberger planen einen Bürgerentscheid, in Mitte steht ein Dachverband vor der Gründung.
Gegen Poller wendet sich auch das geplante Bürgerbegehren in Lichtenberg, das der im Juni gegründete Verein „Verkehrsberuhigung mit Augenmaß“ jetzt vorbereitet.
Die Mobilitätswende, die von „Utopisten“ vorangetrieben werde, beträfen unter anderem „Langzeiteinwohner der betroffenen Kieze, ältere Menschen und solche mit Gehbehinderung, die auf das Auto angewiesen sind, alteingesessene Familienunternehmen, die fahrende Kundschaft benötigen sowie Händler, die mit Autos beliefert werden müssen“.“
- November 2024, B.Z.
Anwohnern der Victoriastadt stinkt der Poller-Wahnsinn
„Berlins Kieze werden verpollert. Parkplätze verschwinden, Einbahnstraßen vermehren sich und Anwohner sind genervt. Die Kiezblockwende verändert auch Lichtenberg. Dort formiert sich nun Widerstand.
Sieben Anwohnern von Victoriastadt stinkt der Poller-Wahnsinn. Sie haben den Verein „Verkehrsberuhigung mit Augenmaß“ ins Leben gerufen. Sie bereiten einen Bürgerentscheid gegen Kiezblocks vor.
Ziel: Die Einwohner Lichtenbergs sollen darüber abstimmen können, ob sie den Kiezblocks zustimmen oder nicht. Auslöser war die Errichtung eines Pollers in der Stadthausstraße Ecke Archibaldweg im Dezember 2023.
„Seitdem ist es zwar ruhiger, aber Parkplätze fallen weg und Verkehrsadern sind verstopft“.“
- November 2024, Berliner Morgenpost
Poller-Streit eskaliert weiter – Was eine Initiative jetzt plant
„Daher strebt der Verein nun ein Bürgerbegehren an. Darin fordern sie, die Maßnahmen der Verkehrsberuhigung in Lichtenberg zurückzunehmen. Noch muss der Senat darüber entscheiden, ob das Sammeln von Unterschriften für einen Bürgerentscheid beginnen kann.
„Wir fordern Verkehrsberuhigung mit Augenmaß“, erklärt K. Als Beispiel nennt sie Bodenschwellen, Schilder oder digitale Geschwindigkeitsmesser. „Das sind alles Maßnahmen, die den Verkehr beruhigen, die aber von den Poller- Befürwortern kategorisch ausgeschlossen werden.“
Stattdessen werde mit der Errichtung von Pollern wahnhaft versucht, es
den Autofahrern so schwer wie möglich zu machen. „Wir wollen den Verkehr beruhigen, aber nicht komplett abschaffen.““
- November 2024, Stimme der Hauptstadt
Verein initiiert Bürgerbegehren in Lichtenberg für Verkehrsberuhigung mit Augenmaß
„Funktionierende Abläufe werden unterbrochen, Anwohner werden nicht informiert, Autofahrer werden als Feindbild betrachtet. Unserem Verständnis von ‚Leben und leben lassen‘ widerspricht dieses Vorgehen“, sagt Judith Kochendörfer, stellvertretende Vorsitzende des Vereins und eine der Initiatoren des Bürgerbegehrens.
- Oktober 2024, Berliner Kurier
Lichtenberger: „Poller frustrieren – ich will keine Umwege fahren!“
Für Müller ist die Vorstellung, Berlin könnte zu einer ruhigen Oase werden, schlicht unrealistisch: „Ich wohne am Ostkreuz und weiß genau, dass man in dieser Stadt vergeblich nach Ruhe sucht, es sei denn, man hat sehr viel Geld.“ (…) Sein Vorschlag an die Anwohner des Kaskelkiezes ist klar: Entweder man lebt mit dem Stadtlärm oder zieht weg. Für Müller sind bauliche Maßnahmen wie Poller oder andere Verkehrssperren „kleinkariert“ und seiner Meinung nach kontraproduktiv. Dann spaßt er: „Mauern hatten wir hier schon einmal, und das hat sich nicht gerade bewährt. Als alter Ossi möchte ich aber auf keinen Fall wieder von irgendwelchen Politikern vorgeschrieben bekommen, welches Verkehrsmittel ich benutzen soll.“
- Oktober 2024, Berliner Kurier
Poller-Rabatz in Lichtenberg: Anwohner bekriegen sich wegen Durchfahrtssperre
Viele Geschäftsleute fürchten um ihre Existenz, weil kaum noch einer an ihren Läden vorbeifährt. (…) Die Maßnahme zur Verkehrsberuhigung direkt unterhalb der S-Bahnbrücken wurde 2023 auf Antrag der Initiative Kaskel-Kiezblock in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossen. Und das, obwohl nach Aussagen vieler Bewohner die Straßen im Kiez nie stark belastet waren, außer zu den Stoßzeiten.
Die Aktivisten der Kiezblock-Initiative selbst sprechen nicht von Durchfahrtsperre, sondern von „Kfz-Filter“. Angekündigt wurde bereits, dass diese erste Maßnahme längst nicht alle Herausforderungen löse und deshalb auch nur ein erster Schritt in Richtung eines wirklichen Kiezblocks sein könne.(…)
Verkehrsplaner, die diese Durchfahrtsperre im Bezirk abgenickt haben, lassen Autofahrer, aber auch die Tram 21, somit bewusst im Stau stehen.(…)
Unbestritten ist, dass immer mehr Zugezogene in Berlin versuchen, über die Errichtung von Pollern in ihren Straßen, Ruhe zu erzwingen und ihre gekauften Immobilien aufzuwerten. Denn ist erst mal ein Kiezblock errichtet und ist eine Straße verkehrsberuhigt, steigt auch der Preis der Immobilien vor Ort. Zum Nachteil aller Liegenschaften in den Nebenstraßen.“
- September 2024, Sat.1
Poller-Wahnsinn
„Es ist das Totmachen eines Kiezes.“
Überall Poller-Wahnsinn in Berlin. So wie hier in Rummelsburg. Ein künstliches Hindernis polarisiert die Anwohner. „2020 wurde uns ein Poller vor die Firma gesetzt. Keiner von uns konnte so richtig damit umgehen. Da haben wir alle Widerspruch eingelegt, und dafür müssen wir jetzt Geld bezahlen.“
155 Anwohner haben Widerspruch gegen die Durchgangssperre eingelegt. Der wurde abgelehnt. Jetzt sollen sie für ihr legitimes demokratisches Bürgerrecht auf Widerspruch auch noch 76,31 Euro zahlen.
Poller-Ärger auch in (…) Neukölln. Die Sperren erschweren dort Feuerwehr- und Polizeieinsätze, zudem wurden die Rettungskräfte nicht mal über die neuen Poller in Kenntnis gesetzt. „Wenn es jetzt z.b. einen Brand in dem Haus hier gibt, dann geht man davon aus, dass man hier ein Löschhilfefahrzeug auf den Bürgersteig stellen kann. Das kommt jetzt aber nicht mehr durch. Und wenn die Feuerwehr das nicht weiß, kann sich so ein Einsatz auch mal länger ziehen, und wenn’s da oben brennt, dann gefährdet das Menschenleben“ (Benjamin Jendro, Sprecher der GdP)
- August 2024, rbb
Poller-Ärger in Lichtenberg: Anwohner:innen widersprechen Bezirk und müssen zahlen
Video, 1 min 19 sec
- August 2024, B.Z.
Wer Poller will, zahlt nix – wer keine will, muss blechen!
„Geprüft, abgelehnt – und dann abkassiert. Im Rummelsburger Kaskelkiez haben 151 Leute Widerspruch gegen eine Durchfahrtsperre eingereicht. Jetzt sollen sie dafür 76,31 Euro zahlen. (…)
„Der ganze Kiez blutet langsam aus. Ich überlege schon, was ich noch beruflich machen soll. Meinen Laden werde ich nicht mehr lange haben. Früher haben hier oft Leute nach Feierabend angehalten. Jetzt kommt kaum einer. Es ist einfach nur traurig.“
Während sich die einen über den Poller freuen, ist er für andere ein Desaster!“
- Juli 2024, Tagesspiegel
Kurznachricht zur Pollerdiskussion im Wirtschaftsausschuss der BVV Lichtenberg
U.a. wird das Angebot der unter dem Poller leidenden Gewerbetreibenden Claudia Theißen zitiert: „Die Gewerbetreibenden aus dem Kaskelkiez finanzieren Bodenschwellen zur Verkehrsberuhigung – dafür kommt der Poller weg.“
- Mai 2024, Stern
Hier soll er stehen – der Poller, der eine ganze Nachbarschaft spaltet
„In Wahrheit geht es weniger um den Poller als um Menschen, die mit ihm leben.
Die einen finden: leben dürfen.
Andere finden: leben müssen.
Da ist die Frau mit dem Geschäft für Motorsägen und Rasenmäher, die sagt, dass die Lieferanten mit den großen Lastwagen kaum mehr vor ihrer Hofeinfahrt rangieren könnten, und das gehe einfach nicht, man könne die Waren nun mal schlecht mit dem Lastenrad transportieren.
Da ist der Mann, der nach 22 Jahren seinen Kiosk dichtmachte und der sagt, er habe zwar schon länger ans Aufhören gedacht, aber der Poller sei der letzte Anstoß gewesen, denn wer fahre schon morgens auf dem Weg zur Arbeit einen Umweg für Kaffee und Kippen?
Und da ist Beate Herda, die an einem Montagmittag im April seit drei Stunden in ihrem Blumenladen werkelt und erst einen Strauß verkauft hat. „Ich habe keine Kraft mehr“, sagt sie. „Die ganze Situation macht mich krank.“ Seit 15 Jahren betreibt sie den Blumenladen. Sie arbeite gern hier, sagt sie, aber von den Leuten im Viertel allein könne sie nicht leben.“
- März 2024, Pro7
taff
„In der Hauptstadt tobt ein Mega-Zoff. Die Rede ist von diesen Stahlpfeilern. Die ploppen seit 4 Jahren in Berlin auf und spalten die Hauptstadt.
(…)
Begonnen hat alles vor 6 Jahren in der Umweltinitiative „Changing Cities“, ein gemeinnütziger Verein mit 12 Mitgliedern und mehreren tausend Freiwilligen. Die haben sich zum Ziel gesetzt, den Straßenverkehr in der Hauptstadt auszubremsen und Berlin möglichst autofrei zu machen.
Die 46jährige M. betreibt seit 7 Jahren eine Gaststätte. Die umfasst rund 40 Gäste. Viele davon scheinen fernzubleiben wegen der angespannten Verkehrslage im Kiez. Das betrifft auch den Getränkelieferanten. „Der Lieferdienst hat einen sehr großen Umweg jetzt durch die Poller. Und hat natürlich auch mehr Benzinverbrauch, was auf unsere Kosten umgeschlagen wird. Was wirklich ne Qual ist.“
Nach Angaben des Bezirksamts sind in diesem Jahr rund 7 weitere Pollerprojekte allein in Berlin-Mitte geplant. Kostenpunkt: bis zu 10.000 Euro pro Maßnahme. Auch in anderen Bundesländern will man das Projekt realisieren. So wie es aussieht, ist ein Ende des Pollerzoffs in Berlin nicht in Sicht.“
- März 2024, Tagesspiegel
Wie ein Poller ein ganzes Stadtviertel entzweit
„Kaum stand der Poller, stellte sich heraus, dass er keinen Unterschied macht zwischen Fremden und Anwohnern. Er blockiert eine Zufahrt, die auch von Einheimischen benutzt wird. Die Leute fühlen sich nun ausgesperrt aus ihrem Kiez. Sie sind gereizt. Und wollen das auch zeigen.
Sehr deutlich prallen zwei Lebens- und Gesprächskulturen aufeinander. Es geht um Lebensqualität („wer definiert die denn?“), um Kompetenz und um verletzten Stolz. Eine Frau sagt: „Das ist mein Kiez. Ich lebe hier seit 48 Jahren und werde 48 Jahre alt.“
„Mir hat keiner was gesagt“, sagt R.M. ein paar Tage später in ihrem Büro. „Ich erfuhr von dem Poller erst, als er direkt in meine Hofeinfahrt gepflanzt wurde.“ (…) Man hätte aktiv auf sie zugehen müssen, um sie vor dem Poller zu warnen, findet sie. Da das nicht geschehen sei, „wurde das Gewerbe bewusst außen vor gelassen.“
(…)
Die Physiotherapeutin rechnet den Mehraufwand auf, den ihr eine Fahrt zu Patienten abverlangt. Nicht zu bewerkstelligen. In der Zeit, die ihre Mitarbeiterinnen auf dem Weg zu Hausbesuchen jetzt im Stau stehen, werden drei Patienten nicht behandelt.
Es solle lokales Gewerbe, derb und ölig, nicht mehr geben, ist R.M. überzeugt. Blumenkübel seien wichtiger.“ (…) Was hilft ihr mehr Bürgerbeteiligung, wenn sich in ihrem Kiez die Interessen verschieben? Wenn Familien mit Kindern weniger Toleranz für die Bedürfnisse einer Hinterhofwerkstatt aufbringen? Wenn die Entwicklung der Umgebung über ein Geschäft hinweggeht, das seit 1968 existiert?“
- Dezember 2023, B.Z.
Lichtenberg-Kiez in der Kiezbock-Falle
„Der Tuchollaplatz im Kaskelkiez, ein Gründerzeit-Juwel in Lichtenberg. Lebenswert und lebendig, aber jetzt vom Bezirksamt ausgebremst. Für die Mieter ist Ruhe eingekehrt, aber Geschäftsleute klagen über ausbleibende Kundschaft.
Grund für den Ärger ist ein sogenannter Kiezblock, die Stadthausstraße wurde gesperrt und verpollert, nur noch BSR, Polizei und Feuerwehr dürfen passieren. Viele Anwohner wollten es so und die Politik setzte die Verkehrsberuhigung durch.
„Mit dem ersten Kiezblock in Lichtenberg bringen wir Verkehrsberuhigung in den Kaskelkiez“, erklärte dazu Verkehrsstadträtin Filiz Keküllüoğlu (Grüne).
„Uns Geschäftsleute hat man nicht eingebunden“, schimpft dagegen Kioskbesitzer Udo Daumann (59), seit 21 Jahren am Tuchollaplatz. „Von einem Tag auf den anderen ist der Platz praktisch tot.““
Part2
Presse über Kiezblocks außerhalb von Lichtenberg
Presse über Kiezblocks außerhalb von Lichtenberg
- Mai 2025, B.Z.
Kein Geld mehr für Poller – Vernunft siegt über Ideologie.
„Wenn bei Planungen notwendiger Wirtschafts- und Lieferverkehr, Zufahrtswege von Polizei und Feuerwehr oder ÖPNV-Linien nicht beachtet werden, dann muss der Senat eingreifen.“
„Die politische Vernunft haben viele Bezirke zuletzt immer der Ideologie autofreier Kieze geopfert. Damit ist jetzt zum Dank einer funktionierenden Stadt erst einmal Schluss.“
- Mai 2025, B.Z.
Berlins oberste Richter sperren Autos aus – das schadet uns allen.
„Dort können Anwohner und Betroffene ihre Meinung kundtun. Das war’s dann auch schon mit der Bürgerbeteiligung. Die Anwohner schließen sich deshalb in eigenen Initiativen zusammen, wie zum Beispiel in der Gruppe „kiezblockfree.com“.
Die grün dominierte Politik in Mitte gibt dem Fahrrad den Vorrang vor dem Auto. Doch mit dem Fahrrad wird das Bruttosozialprodukt nicht erwirtschaftet. Sehr viele Arbeitnehmer sind auf das Auto angewiesen, die Arbeitsplätze in der Dienstleistung und in der Produktion hängen von einem funktionierenden Lieferverkehr ab. Das ist bekannt, wird aber ignoriert.
Deshalb geht es abwärts mit der Wirtschaft in Deutschland.“
- April 2025, Berliner Morgenpost
Poller-Paradies Friedrichshain-Kreuzberg: Wo Autofahrer brüllen
„Man hört es trotz des laufenden Motors, trotz des Baustellenlärms auf der Niederbarnimstraße, trotz der geschlossenen Fenster jenes Lieferwagens, der soeben hart vor der Poller-Sperre gebremst hat. Und man sieht es: Wie der Kurierdienstfahrer, an dessen Windschutzscheibe das Namensschild „Steven“ klebt, aufs Lenkrad einschlägt, als gelte es einen Pfahl, oder gar einen verhassten Verkehrsplaner in die Erde zu rammen. Dazu brüllt er immer und immer wieder dasselbe Wort: „Warum, warum, warum, warum…?““
„Trotz aller demokratischen Legitimation in Bezirksamt und -parlament herrscht indes auf der Straße weniger Konsens. Im Friseurgeschäft an der Niederbarnimstraße etwa sagt Mitarbeiterin Kristin (42), die Poller seien „Wahnsinn“. Jetzt irrten Autofahrer, die nördlich von der Frankfurter Allee in die 420 Meter lange Niederbarnimstraße hineinsteuern, durch die Nebenstraßen, fänden nicht mehr hinaus aus dem Viertel, sorgten dort für Lärm und Abgase. Sie selbst brauche 30 Minuten für die morgendliche Anfahrt mit dem Pkw. Die Bahn nehme sie nicht, da gebe es zu viele Ausfälle.“
- März 2025, B.Z.
Poller-Frust bei Anwohnern – Keiner wurde vorher informiert
„Das Ganze hat einfach keiner gewusst und dann erzählen die mir, das sei alles demokratisch beschlossen. Es hat niemand diejenigen gefragt, die es ausbaden müssen“, klagt Peter B. (77). Er wohnt seit 53 Jahren im Kiez und eine Sache hat ihn besonders geärgert. „Diese Arroganz! Man bekommt vermittelt: Autofahrer sind Verbrecher.“
- März 2025, Berliner Zeitung
Grüne Verkehrspolitik in Friedrichshain: „Als würde einem allmählich die Luft abgedrückt.“
„Das sei für ihn und andere Bewohner das Hauptproblem: Das Bezirksamt sei aktiv dabei, Parkraum zu verknappen – und dabei noch nicht am Ende angekommen. Die Lage werde immer prekärer, sagt Neumann. (…)
An der Ecke Koppenstraße erstreckt sich ein Parkplatz, der an diesem Vormittag ebenfalls fast völlig ausgelastet ist. An diesem Ort hat sich der bislang lauteste Protest im Viertel entzündet. Denn die Autos sollen alle verschwinden. Etwa 200 Stellplätze kommen weg, haben die Bürger errechnet.
„Immer wieder betonen Bezirksämter, dass sie die Bürger an Umgestaltungen in ihren Kiezen beteiligen. Doch davon haben wir hier in Friedrichshain West nichts mitbekommen“, berichtet er. „Wer stöbert schon auf Verdacht oder aus Langeweile im Internet herum?““
- März 2025, B.Z.
Vor vollendete Tatsachen gestellt: Poller-Pläne in Berlin – Händler-Frust nach Info-Veranstaltung.
„Sie kamen hoffnungsvoll – und gingen enttäuscht. Die Info-Veranstaltung zur Verkehrsberuhigung im Ostkreuz-Kiez brachte Unternehmern und Gewerbetreibenden keine Antworten, sondern das Gefühl, ihre Existenz spiele keine Rolle.
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit erklärten Bezirksstadträtin Annika Gerold (39, Grüne) und Felix Weisbrich, Leiter des Straßen- und Grünflächenamts, am Mittwochvormittag in der Pablo-Neruda-Bibliothek (Frankfurter Allee) den Unternehmern ihre Verkehrszukunft – ohne Mitspracherecht.“ (…)
„Unsere Sorgen wurden uns in keiner Weise genommen. Im Gegenteil: Es wurde wieder deutlich, dass wir Gewerbetreibenden nicht in die Planungen einbezogen wurden“, sagt Martin Wiedemann (44), Chef einer Kinder- und Familieneventfirma in der Scharnweberstraße.
Frust bei Anwohnerin Jutta Odarjuk: „Wenn die geplanten Maßnahmen Ergebnis einer fairen demokratischen Bürgerbeteiligung wären, könnte ich damit leben. Aber das sind sie nicht.“ „
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- März 2025, B.Z.
Gunnar Schupelius: Mein Ärger: So entscheiden Berlins Ämter gegen die Bürger.
„Poller: Die Bezirksämter sperren Nebenstraßen mit Pollern („Kiezblocks“), damit nur noch Fahrräder durchkommen. Das führt dazu, dass die Feuerwehr Umwege fahren muss und dass auch alle anderen, die an den gesperrten Straßen wohnen und mit dem Auto fahren müssen, nur noch mit Mühe ans Ziel kommen. Trotz aller Proteste der Anwohner, der Feuerwehr und der arbeitenden Bevölkerung werden die Poller nicht entfernt.“
- März 2025, B.Z.
Kiezblock-Irrsinn! Jetzt riegeln die Grünen Berlins Mitte ab.
bz-berlin.de/berlin/mitte/kiezblock-gruenen-berlins-mitte
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1.März 2025, Tagesspiegel
Meinung: Berlin ist nicht Pollerbü. Hört auf mit der Diskriminierung von Autofahrern!
„Die Zukunft der Mobilität in der nach Fläche drittgrößten Großstadt Europas ist ohne das Auto nicht denkbar. Die Frontstellung gegen Pkw-Fahrer bringt uns nicht voran.“
„So kommen wir nicht voran. Manchen Innenstadtbewohnern, die ihre kurzen Wege ausschließlich zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, muss man offenbar in Erinnerung rufen, dass Mobilität eine individuelle und anlassbezogene Entscheidung ist. Es gibt Menschen, die regelmäßig aufs Auto angewiesen sind. Zumal in Berlin. Die deutsche Hauptstadt ist nach Fläche die drittgrößte Stadt Europas. Hier lässt sich der Alltag nicht allein mit dem Lastenrad bewältigen.“
- Februar 2025, B.Z.
Meinung: Grüne Demokratie-Simulation.
„Bei den Protesten gegen Kiezblocks geht es längst nicht mehr nur um den Poller-Wahnsinn in Berliner Kiezen. Mindestens genau so empört sind viele Anwohner über die Art und Weise, wie Pläne erarbeitet und umgesetzt werden.
Die Grünen reden gerne von Mitsprache, laden zu Diskussionsrunden aber nur ihrer Partei nahestehende Verbände ein. Auch Umfragen der Bezirksämter zu geplanten Umbauten sind oft unglaubwürdig. Das ist keine Bürgerbeteiligung, sondern Demokratie-Simulation.“
- Februar 2025, B.Z.
Ein Kiez macht dicht: Noch mehr Pollerbü am Ostkreuz.
“200 Personen seien mit einer Befragung erreicht worden. „42.061 von 42.261 Einwohnern des Kiezes konnten sich aber nicht beteiligen“, kritisiert Fabeck.”
“Der Ingenieur ist seit einem Unfall zu 90 Prozent schwerbehindert, seine Frau nach einer Hüft-OP nicht richtig mobil. „Unser Auto haben wir inzwischen im anderthalb Kilometer entfernten Parkhaus des Victoria-Centers im Nachbarbezirk Lichtenberg geparkt.”
- Februar 2025, Berliner Zeitung
Mehr Verkehrsberuhigung in Mitte. „Für viele Menschen sind Poller eine Bereicherung“.
Startschuss für ein umstrittenes Projekt: Der Bezirk plant viele neue Kiezblöcke. Ganz Berlin-Mitte ist im Fokus.
„Pollerbü: So hat sich der Bezirk Mitte selbst genannt. Pollerbü: Dass rot-weiß geringelte Stahlpfosten Autos auf einigen Straßen die Durchfahrt versperren, bringt manche Anwohner in Rage. Doch es gibt auch Befürworter. Jetzt zeichnet sich ab, dass sich die Diskussion noch einmal deutlich ausweiten wird. Denn das Bezirksamt hat angekündigt, viele weitere Kiezblöcke einzurichten – in ganz Mitte.“
- Februar 2025, Welt
Ex-Grüner rechnet ab: „So werden absichtlich Staus provoziert, um hinterher das Auto zu verdammen.“
Hendrik Böckermann: „Entscheidend (für meinen Wechsel von den Grünen zur CDU) war allerdings die falsche Verkehrspolitik der Grünen, die Zielsetzung, das Auto total aus der Stadt zu verbannen. (…) Ihr unbedingtes Beharren auf dem Konzept der autofreien Stadt führt vor allem zu Polarisierung.“
(…) „Ich konnte und wollte die Rückmeldungen von Anwohnern nicht länger ignorieren, die nicht verstehen, warum Hunderte Parkplätze entfernt wurden oder werden sollen.“
(…) WELT: „Haben Sie in den Reihen des Landesverbandes jemals ein volkswirtschaftliches Argument in der Diskussion über die „autofreie Stadt“ gehört?
Böckermann: „Nein. Ich glaube, das spielt für die allermeisten Leute in der Partei keine Rolle.“
- Februar 2025, Berliner Zeitung
„Das ist Krieg gegen die Autos!“ Friedrichshainer Ladenbesitzer sieht seine Existenz bedroht.
„Seit 1991 führt er den Laden am Boxhagener Platz. Die Zeit ist hier ein wenig über ihn hinweggegangen. Bei ihm geht es um Arbeit im althergebrachten Sinne, sonst überall um Lifestyle, Service und Tourismus. Jetzt wollen sie ihm noch das Auto nehmen.“
- Januar 2025, Berliner Morgenpost
Friedrichshain-Kreuzberg: So wird der Verkehr weiter umgebaut
“Es gibt erste Proteste gegen neue Einbahnstraßen und Poller seitens Gewerbetreibender.”
- Januar 2025, Berliner Zeitung
Mehr Poller, weniger Parkplätze – so reagiert der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg auf die heftige Kritik
„Gewerbetreibende und Anwohner kritisieren, dass das Bezirksamt noch mehr Poller aufstellen und Autostellplätze durch Grünflächen ersetzen will.“
„Die Initiative Mit.Bestimmung.Fhain kritisiert, dass der Ostkreuzkiez noch mehr Einbahnstraßen, Pollersperren und Fußgängerbereiche bekommen soll. Das Bezirksamt habe die Bürger beim Konzept „Xhain beruhigt sich“ nicht beteiligt, heißt es.“
„Inzwischen wird auch am Boxhagener Platz Unmut laut. Wird der Flohmarkt noch per Auto erreichbar sein?“
- Januar 2025, n-tv
Baden-Württemberg: Linienbus von Poller aufgebockt
- Januar 2025, Berliner Zeitung
Volksbegehren für ein autofreies Berlin: „Es ist brutal, wie es auf den Straßen zugeht“
“Berlin ist keine Autostadt: Über 40 Prozent der Haushalte haben kein Auto”
- Januar 2025, Berliner Morgenpost
Das Ladensterben von Weissensee. Kiezblock nur ein „Sündenbock“?
„Direkt nach Start der Zone, die an die Berliner Allee grenzt, habe sie in der Kasse ihres sonst gut laufenden Geschäfts nur noch etwa 200 Euro am Tag gehabt. „Das kannte ich überhaupt nicht“, erzählt sie. Von reiner Laufkundschaft aus dem Kiez konnte sie nicht leben. Kunden riefen an, dass sie nicht mehr zum Laden durchkämen. Es fehlten diejenigen, die sonst mit Auto anreisten. „Die für ihre Firma einen vierstelligen Betrag dalassen. Oder die, die im Speckgürtel wohnen, was aufs Grundstück mitnehmen, eine Feier ausrichten und für mehrere hundert Euro einkaufen“, sagt sie. Der Umsatz sei konstant um etwa 30 Prozent eingebrochen.
Ihr Feinkostladen ist nicht das erste Geschäft, das seit Realisierung des Kiezblocks aufgeben musste. Vor einem Jahr habe ein Weinladen schließen müssen, erzählt Strehlow. Dort befindet sich nun ein Späti. Danach habe es einen kleinen Blumenladen getroffen, zwei Cafés, einen Wäscheladen. Ein Ladensterben „im Zuge des Kiezblocks“, da hat sie keine Zweifel. Ganz im Gegensatz zum Pankower Stadtrat für Stadtentwicklung, Cornelius Bechtler (Grüne). Den hatte Strehlow im Herbst 2023 im Laden, erzählt sie. „Wir waren 22 Gewerbetreibenden aus dem Kiez. Von ihm kam wirklich: Es ist ihm egal, er zieht sein Verkehrsprojekt durch.““
- Januar 2025, Berliner Kurier
Autos fahren zickzack – Wut-Stau der Händler wegen Poller-Chaos am Ostkreuz.
„Das neue Verkehrskonzept rund um das Ostkreuz in Berlin-Friedrichshain sorgt für erhebliche Spannungen. Besonders bei Händlern und Unternehmen. Betroffen von den umstrittenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ist auch das Unternehmen „Kinderevents Berlin“. Es geht um die Existenz. (…)
Nicht nur die Geschäftsführung von „Kinderevents Berlin“ sieht sich betroffen. Auch Einrichtungen für körperlich beeinträchtigte Menschen könnten Schwierigkeiten bekommen, da Pflegedienste in den geplanten Zonen nicht mehr mit Fahrzeugen vorfahren können.“
- Januar 2025, Berliner Zeitung
Kinderladen sorgt sich um Geschäft – Verstopft der Kiezblock bald die Frankfurter Allee?
- Januar 2025, Berliner Kurier
Berlin-Hermsdorf: Ein Kiez kämpft für Poller an der Stadtgrenze zum Osten
- Januar 2025, Berliner Morgenpost
Tucholskystraße: Poller herausgerissen – Wut oder Notfall?
- Januar 2025, Tagesspiegel
Poller, Radwege, Fußgängerzonen: Grünes Bezirksamt will Verkehr im Friedrichshainer Kiez umkrempeln
- Januar 2025, B.Z.
So tricksen die Grünen beim Poller-Wildwuchs in Kreuzberg
- Januar 2025, B.Z.
Verkehrsexperiment einkassiert – Müssen jetzt alle Kiezblocks wieder abgebaut werden?
- Dezember 2024, B.Z.
Grüner Poller-Wahnsinn – Ostkreuzkiez droht Verkehrschaos
- Dezember 2024, Tagesspiegel
Sperren in Nord-Neukölln behinderten Feuerwehr: Bezirksamt will Poller häufiger kontrollieren
- Dezember 2024, Berliner Zeitung
Feinkostladen in Weißensee schließt: „Danke an die Grünen – wegen des Kiezblocks“.
„In Pankow muss ein beliebter Feinkostladen schließen. Für die Anwohner und Stammgäste ist das ein Zeichen gescheiterter Grünen-Maßnahmen. Trotz der großen Kundschaft an diesem Vormittag muss der Laden an der Berliner Allee nach 16 Jahren schließen. Schuld daran, davon ist die Inhaberin überzeugt, sei der Kiezblock im Komponistenviertel des Bezirks Pankow, an dessen Grenze ihr Laden liegt. (…)
Für die Gewerbetreibenden sei das nach der Einrichtung 2023 schnell zum Problem geworden. Strehlow will den Rückgang der Kundschaft ab Tag eins bemerkt haben. „Ich stand hier und denke mir, puh 200 Euro in der Kasse, das ist ja komisch.“ Nach einer Woche meldeten sich andere Gewerbetreibende mit dem gleichen Problem.“
- Dezember 2024, Tagesspiegel
Bei Brand gingen wertvolle Minuten verloren: Poller behindern Berliner Feuerwehr in Neukölln beim Löscheinsatz
- Dezember 2024, Berliner Zeitung
Berlin gibt sich auf: Es ist längst Zeit für die Kettensäge!
“Ladeninhaber und Wirte machen dicht, weil Poller den Verkehr „beruhigen“ sollen”
- Dezember 2024, Welt
„Verkehrswende“ in Berlin: Wenn die Grünen mit ihrer Parkplatz-Vernichtung selbst in Kreuzberg auf Granit beißen
- Dezember 2024, Berliner Zeitung
Streit um Poller flammt wieder auf: Warum Anwohner gegen diese Autosperre in Mitte klagen
- Dezember 2024, B.Z.
Klagen nicht möglich: Bezirksamt Pankow verpollert die Stargarder Straße
- Dezember 2024, Tagesspiegel
Behörden machen Ernst bei Poller-Sperre: Fahrradstraße in Berlin wird zweigeteilt – aber nur für Autos
- Dezember 2024, Berliner Kurier
Stargarder Straße wird gesperrt: Der irre Poller-Trick der CDU-Stadträtin
- Dezember 2024, Berliner Morgenpost
Kiezblock Rixdorf: Warum Anwohner die Maßnahmen kritisieren
- November 2024, Tagesspiegel
„Dieser Zeitaufwand kann Leben kosten“: Blockieren Poller Krankenwagen in Berlin-Kreuzberg?
- November 2024, B.Z.
Poller am Lausitzer Platz blockieren Rettungswagen
- November 2024, B.Z.
Polizisten fahren jetzt mit Poller-Karte durch Friedrichshain.
„Doch kommen die Polizisten im Streifenwagen überhaupt noch rechtzeitig zu den Tatorten? Eine neue Karte soll den Beamten helfen, sich zurechtzufinden.
„Unsere Eintreff-Zeiten werden sich definitiv verlängern“, beklagt sich ein Polizist aus der Direktion 5. „Der ganze Kiez entwickelt sich durch die vielen Diagonalsperren und Poller irgendwie zu einem kompletten Irrgarten.“ (…)
„Wir klappen auf dem Weg in unseren Einsätzen auch keine Poller um, die Feuerwehr auch nicht“, beschreibt der Polizist die Einsatzrealität. Bei der Menge an Diagonalsperren und Fußgängerzonen wären es auch immer mehrere Poller je Einsatz. Hinzu kommen die vielen Einbahnstraßen. Das Fazit des Beamten: „Wir fahren die Umwege.“
- November 2024, rbb
Poller-Ärger in Kreuzberg
Video, 1 min 48 sec
- November 2024, Westfälische Nachrichten
Debatte um Poller: „Schon mehrfach gab es Unfälle mit Todesfolge“
- November 2024, B.Z.
Mitte-Krankenhaus St.Hedwig kämpft gegen noch mehr Poller
„Gefährdet die grüne Verkehrspolitik in Berlin sogar Menschenleben? Diesen Vorwurf erhebt ein großes Krankenhaus in Mitte – die Klinik wehrt sich gegen noch mehr Poller und Kiezblocks im Bezirk.
(…) Doch durch das Anhalten, Aussteigen und Aufschließen geht wertvolle Zeit verloren – obwohl bei Blaulicht-Einsätzen jede Sekunde zählt. Deshalb hat sich das St. Hedwig Krankenhaus (Rettungseinfahrt Krausnickstraße) an das Bezirksamt Mitte gewandt, weitere Poller und Kiezblocks seien eine Gefahr.“
- November 2024, B.Z.
Autofreie Zone riegelt Fahrschule am Lausitzer Platz ab
- Oktober 2024, Berliner Morgenpost
Kiezblock-Kampf in Prenzlauer Berg: „Das wäre der Todesstoß“
- September 2024, Tagesspiegel
Kiezblocks, Poller, Radwege – und im Notfall? Polizei und Feuerwehr ermahnen Berlins Bezirke
- September 2024, Tagesspiegel
Aufregung um Berliner Kiezblocks: Blockieren Poller in Neukölln die Feuerwehr?
- August 2024, Der Standard
Autos raus? Was nach der Parkraumbewirtschaftung kommt
„Der nächste Schritt nach der flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung ist eine weitere konsequente Verdrängung des Automobils aus den Großstädten. Selbst fortschrittliche Kleinstädte arbeiten bereits daran, die Blechlawinen in ihren Kernzonen zu entflechten, Einkaufszentren an der Peripherie zu entmachten (…)“
„Mit dem Thema Stadtauto im altbekannten Sinn setzen sich Autohersteller gar nicht mehr auseinander. Stattdessen laufen die Entwicklungen an dieser Stelle mit großer Konsequenz hin zu vollautomatischen Shuttle-Systemen. Diese Autos (…) werden uns aber nicht mehr gehören. Sie werden bereitstehen. Die Trennlinie zwischen privatem und öffentlichem Verkehr verschmilzt also bereits an den Rändern.“ (Rudolf Skarics)
- Juli 2024, Berliner Zeitung
Poller in der Tucholskystraße: Umfrage der Berliner Zeitung zeigt, was Berliner davon halten
- Juli 2024, Berliner Zeitung
Poller, Schwellen, Einbahnstraße: Wie die Berliner Verkehrspolitik meinen Kiez ruiniert
„Ich war immer ein Befürworter der Verkehrswende. Diese Stadt muss sich den Problemen des Personenverkehrs stellen und sich fit machen für eine Zukunft nicht ohne, aber mindestens mit weniger Autos in der Innenstadt.“
„…das kann schon mal 20 Minuten extra bedeuten. So viel zur Verkehrswende.“
„Jetzt, nach einer längeren Zeit, in der das Viertel verkehrsberuhigt wurde, kann man sagen, dass all die wohlgemeinten und hier umgesetzten Ideen zumindest verbesserungswürdig sind, von der reinen Ästhetik mal ganz abgesehen.“
- Juli 2024, Berliner Zeitung
Pollerbü-Ende in Mitte: Jetzt werden auch andere Anwohner vor Gericht ziehen.
„Einige Anwohner zogen gegen die Poller vor Gericht – und haben jetzt gewonnen. Einer der Bürger, die gegen das Bezirksamt Mitte einstweiligen Rechtsschutz beantragt haben, ist André Aimaq (56), Kreativdirektor in der Werbebranche. Er rechnet mit weiteren Gerichtsverfahren, die sich gegen Poller richten.
„Wir haben Kontakt mit Almut Neumann, der damals zuständigen Bezirksstadträtin von den Grünen, aufgenommen. Ihr Mitarbeiter sagte uns, dass die Tucholskystraße ein Unfallschwerpunkt sei. Als wir genauer nachfragten, wurde allerdings klar, dass es da in den vergangenen Jahren nicht mehr oder weniger Unfälle als an jeder anderen Kreuzung gegeben hat. Zudem hat der Bezirk die ganze Tucholskystraße betrachtet, nicht nur die Kreuzung. So groß ist die Gefahr an diesem Knotenpunkt nicht. Das Bezirksamt hat uns die Unwahrheit erzählt. Das fanden wir ziemlich krass.“
„Es geht nicht um Verkehrssicherheit, sondern um Ideologie, um eine Art Guerillakampf. Offenbar soll Mitte ein Museumsdorf werden, ein Rentnerparadies, in dem Zugezogene bestimmen. Was mich persönlich am meisten stört, ist die Gutsherrenart, mit der das grün regierte Bezirksamt vorgegangen ist.“
„Ich bin vor 20 Jahren aus Hamburg hierhergezogen. Und zwar nicht deshalb, weil ich in einer toten Wohngegend leben will, die sich abschottet. Doch genau das ist jetzt der Fall.“
„Als die Poller noch nicht standen, hat sich ein Bekannter gern in ein Café an der Kreuzung gesetzt, um dem bunten Treiben zuzuschauen. Das fand er schön. Für ihn war es vibrierendes Großstadtleben. Und obwohl da viel los war, gab es nie einen Unfall. Weil es Menschen anscheinend auch so schaffen, aufeinander Rücksicht zu nehmen.““
- Juli 2024, Berliner Zeitung
„Pollerbü“ verliert vor Gericht: Die Autosperre in der Tucholskystraße muss weg
- Juli 2024, B.Z.
Hochmut und Willkür im Amt
- Juli 2024, Tagesspiegel
Gebildeter, reicher, weißer. Privilegierte treiben Stadt-Initiativen voran. Eine Studie an Berliner Kiezblock-Initiativen zeigt, dass Teilhabe nicht immer solidarisch ist.
„Einige der Anrainer fühlten sich aber überrumpelt, als der Poller im Dezember 2023 installiert wurde. (…) Die Kritik: vor dem Aufstellen seien nicht alle Anwohner gehört worden.
Aktivisten repräsentieren nicht die Stadtgesellschaft.
(…) Ein zentrales Problem von Grassroots-Inititativen (…), wie eine Befragungsstude des Potsdamer Forschungsinstituts für Nachhaltigkeit (RIFS) nun zeigt: „Wir gehen davon aus, dass die Befragten einer privilegierteren sozialen Gruppe angehören, die über Ressourcen und Kapazitäten für ein freiwilliges Engagement verfügt, die anderen sozialen Gruppen möglicherweise nicht zur Verfügung stehen“, bestätigt das Forschungsteam (…).
Besonders typisch für ihre Nachbarschaften seien sie nicht: Ihr Einkommen liege 25 Prozent über dem Berliner Schnitt und mit 70 Prozent Akademikerquote sei der Bildungsstand überproportional hoch. (…) Sie sind jedenfalls ethnisch weniger divers als die sonstige Berliner Community: Nur 14 Prozent gaben an, dass Eltern oder Großeltern außerhalb der Grenzen Deutschlands geboren wurden, bei 39 Prozent der Stadtbewohner ist das normalerweise der Fall.“
Mai 2024, tip Berlin
Kann Berlin eine 15-Minuten-Stadt werden? Worauf wartet die Hauptstadt?
„Dieses Konzept hat sich 2016 – zumindest unter diesem Namen – der Kolumbianer Carlos Moreno ausgedacht, Urbanist an der Pariser Sorbonne. Und die dortige Bürgermeisterin Anne Hidalgo setzt es seit 2020 beherzt um, was zuallererst heißt: Raus mit dem Auto.“
„(…) Strukturen schaffen im Geiste einer 15-Minuten-Stadt funktioniert (…) auf lokaler Ebene besser. (…) Dabei unterstützt Changing Cities lokale Initiativen, die in ihren Kiezen zunächst eine Verkehrsberuhigung erreichen wollen, um dann weiterdenken zu können.“
„Die Leute merken dann, was ohne Verkehr alles möglich ist“, sagt Ragnhild Soerensen (Changing-Cities-Pressesprecherin). Straßen und Parkplätze könnten nun in Gärten verwandelt, der Kiez könnte zum verlängerten Wohnzimmer werden. Sie erzählt, wie in ihrer Heimatstadt Kopenhagen die Zahl der Parkplätze schrittweise reduziert und verteuert werde. „Es ist erschreckend, wie rückständig wir in Berlin sind“, sagt Soerensen.“
- April 2024, klimareporter
Wenn Stadtraum-Umgestaltung an manchen Lebensrealitäten vorbei geht.
„Das Auto ist nicht nur ein Transportmittel. Es spiegelt komplexe soziale, kulturelle und wirtschaftliche Strukturen wider, die unterschiedliche Communitys prägen. Wer eine gerechte Verkehrswende will, muss das beachten.
(…) Neben Gesprächsrunden mit Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Gewerbetreibenden konnte (…) eine Gruppe mit Frauen aus der Werner-Düttmann-Siedlung für ein Gespräch gewonnen werden. (Die Siedlung) wird bei Planungsverfahren oft nicht berücksichtigt, ist aber laut Klassifizierung im Berliner Umweltgerechtigkeitsatlas im Vergleich zum nördlichen Graefekiez besonders von hohen Luft- und Lärmemissionen betroffen. Viele Anwohner:innen beziehen Sozialleistungen. (…) Hier haben 75 Prozent der Bewohner:innen einen Migrationshintergrund.
(…) Besonders interessant waren die Antworten auf die Frage nach dem individuellen Mobilitätsverhalten. Einhellig wurde das Auto als das wichtigste Verkehrsmittel benannt.
Es wurde darauf verwiesen, dass ein Auto benötigt werde, um Lebensmittel einzukaufen oder die Kinder zu transportieren. Die begrenzte Verfügbarkeit eines Autos mache es schwierig, diese täglichen Erledigungen zu schaffen und dann auch noch die eigene Arbeit zu stemmen:
„Wir haben kein Auto mehr, … weil es einfach … zu teuer geworden ist und mit Parkplätzen (schwierig). Aber ja, trotzdem setzt er (der Vater) sich (gegen das Projekt) ein, denn er weiß ja selbst, wenn er einkaufen geht, kann er nicht vier Kisten Cola und fünf Kisten Wasser irgendwie von A nach B schleppen. Auch wenn wir als Großfamilie dann alle mitgehen und jeder einen Kasten schleppt, ist ja immer noch Einkauf da.“
Auf das Auto zu verzichten, ist für sie ein Luxus, den sich nicht jede erlauben kann. Sie verweist dabei auf die „reichen Bewohner des Bergmannkiezes“ im weiter westlich gelegenen Teil Kreuzbergs, die „Grünen“, die überall mit dem Fahrrad hinfahren.
Sich so bewegen zu können, sei auch ein zeitlicher Luxus. Denn das Auto heiße für sie auch, Zeit zu sparen. Zugleich würden genau diese Menschen, die im Alltag Fahrrad fahren, dann mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen.
14.-27. Oktober 2021, tip Berlin, Seite 10
Straßenkampf in Deutschland. Wie der Traum von der autofreien Stadt den Wrangelkiez spaltet.
„Diejenigen im Wrangelkiez, die alles so behalten wollen, wie es ist, das sind nur wenige Schreihälse, die auch schlecht informiert sind“, sagt (Antje) Heinrich (Sprecherin von Changing Cities).
(…)
„Es spielt keine Rolle, was du sagst. Am Ende wird sowieso gemacht, was die Politik will.“
Ayse Andic
Zum Gespräch mit Ayse Andic gesellt sich Hakan, 1977 im Wrangelkiez geboren. Er liefert Fisch aus, verkauft auf dem Markt. Hakan erzählt, dass die Gewerbetreibenden im Viertel schon vor drei Jahren Unterschriften gegen die „Autofrei“-Initiative gesammelt haben und dem Bezirksamt übergeben wollten.
„Frau Herrmann hat die gar nicht angenommen.“ Er glaubt, dass in zehn Jahren das, was Berlin für ihn ausmacht, nicht mehr existieren wird: „Das Miteinander. Helfen, wo man helfen kann“.
Wohin die Reise geht? Richtung „Paris, London, Amsterdam. Yeah! Drei Jobs gleichzeitig, weil die 1-Zimmer-Wohnung 2.000 Euro kostet. Yeah! In Berlin arbeiten, aber nicht leben dürfen. Zwei Stunden hin- und zurückfahren jeden Tag. Und dann verballer ich weniger CO2?““